ADS und ADHS bei Kindern

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ADS und ADHS bei Kindern

Beitragvon dalmatiner » Donnerstag 19. März 2009, 19:36



Weiss jemand einen guten Test, wie man feststellen kann ob das Kind ADS oder ADHS hat?
Evtl. auch mit Link
Danke im vorraus


USFL Football in 2012
dalmatiner
 
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Re: ADS und ADHS bei Kindern

Beitragvon susy » Donnerstag 14. Mai 2009, 04:33

Es gibt nicht nur ADHS bei Kindern sondern auch bei Erwachsenen.
Quelle:
http://www.ads-im-erwachsenenalter.de/ads-erwachsene.html
Kaum eine psychische Erkrankung ist so gut untersucht worden wie die Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) im Kindes- und Jugendalter. Dass an dieser Störung auch Erwachsene leiden, wurde hingegen fast übersehen. Da sich Ärzte und Psychologen erst seit kurzer Zeit mit ADHS im Erwachsenenalter beschäftigen, liegen bisher nur sehr wenige gesicherte Erkenntnisse vor.


Die Ursache von ADS / ADHS

Neurowissenschaftliche Untersuchungen weisen darauf hin, dass bestimmte Hirnleistungen bei ADHS-Patienten beeinträchtigt sind. Zu den betroffenen Regionen werden der Frontalcortex, der motorische Cortex und das limbische System gerechnet. In diesen Hirnbereichen wird "kompliziert gedacht und gehandelt". Diese komplexen kognitiven Funktionen heißen Exekutivfunktionen. Exekutivfunktionen umfassen Flexibilität, Verhaltensplanung und -kontrolle und die Verarbeitung handlungsrelavanter Informationen im Zusammenspiel mit Gefühlen und Wahrnehmungen. Die Exekutivfunktionen steuern unsere selektive Aufmerksamkeit, die Vigilanz, die Wachheit und beeinflussen die Handlungen durch Hemmung oder Verstärkung auf Reize von außen. Sie helfen, dass wir Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden können. Sie sorgen dafür, dass wir bei Reizüberflutung abschalten und uns so vor unangemessenen Reaktionen schützen können.


Verhaltensstörungen wie beim ADS ist nach Russel Barkley eine Entwicklungsstörung wichtiger präfrontaler, exekutiver Funktionen. Insbesondere ist die Stimuluskontrolle und die Verhaltenshemmung (behaviorale Inhibition) vermindert. Das führt zu unangemessenen Reaktionen und unüberlegten Handlungen. Die Handlungen erfolgen plötzlich, emotional und unbesonnen. Es fehlt an Umsicht und Einsicht des Betroffenen auch und besonders für die Belange anderer.

Wie bei vielen psychischen Erkrankungen scheint auch hier der Botenstoff Dopamin eine wichtige Rolle zu spielen. Es gibt starke Hinweise, dass im frontalen Bereich eine Dopamin-Unterfunktion vorliegt, die wahrscheinlich für das impulsive und ungesteuerte Verhalten verantwortlich ist. Dagegen liegt in den Basalganglien eine Dopamin-Überfunktion vor, die das hypermotorische Verhalten verursachen könnte. (siehe dazu auch das Lernmodul ADHS-Ursache).

Untersuchungen zeigen, dass ca. 2 bis 5% der Kinder davon betroffen sind. Zu den Kernsymptomen zählen Aufmerksamkeitsdefizite, Hyperaktivität und Impulsivität, wobei die motorische Hyperaktivität bei Erwachsenen deutlich schwächer als im Kindes- und Jugendalter ausgeprägt ist. Bestehen bleiben jedoch eine innerliche Unruhe, ein starker Drang nach sportlicher Betätigung sowie Impulsivität und Aufmerksamkeitsprobleme. Die Symptomausprägung ändert sich im Verlauf der Entwicklung. Die Persistenz ist individuell ausgeprägt, sodass sich ADHS bei Erwachsenen sehr unterschiedlich äußern kann. Die Beeinträchtigung durch ADHS nimmt oft erst mit dem wieder Alter zu.

ADHS ist nicht heilbar, viele Symptome können jedoch verringert werden. Die Behandlung umfasst eine Multimodale Therapie: Beratung, eine ADHS-Schulung, medikamentöse Therapie und evtl. eine Psychotherapie.





http://www.ads-im-erwachsenenalter.de/hab_ich_ads.html
susy
 
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Re: ADS und ADHS bei Kindern

Beitragvon harry_lustig » Dienstag 28. Juli 2009, 04:05

Symptome bei ADS - ADHS - Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom - Hyperaktivität

Beeinträchtigte Aufmerksamkeit
z.B. Träumen, Ablenkbarkeit a la "Rotkäppchen", hastig überhüpfender Wahrnehmungsstil
Impulsivität
mangelnde Selbststeuerung (kaum gedacht, schon getan)
motorische Überaktivität
kann, aber muss nicht sein

Charakteristisch für eine Aufmerksamkeits-Defizit-Störung (ADS) ist ein ausgeprägt unaufmerksames und impulsives Verhalten, vor allem in Gruppensituationen.
Bei der Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) kommt noch Unruhe und übermäßiger Bewegungsdrang dazu.

Die Störung tritt schon im frühen Kindesalter auf
Sie ist nicht nur vorübergehend (hält also schon mindestens länger als sechs Monate an)

Richtig offiziell sind die entsprechenden Symptom- und Diagnosekriterien von der WHO nach ICD-10 (International Statistical Classification of Diseases) und vom DSM, ein amerikanisches Klassifikationssystem für psychische Störungen und Verhaltensauffälligkeiten, beschrieben und erfasst.


Aufmerksamkeit
Träumen "Hans Guck in die Luft"
Leichte Ablenkbarkeit (im Klassenraum hängen Bilder an der Wand, der Hintermann raschelt mit einem Papier o.ä.)
hastig überhüpfender Wahrnehmungsstil (bekommt einerseits schnell etwas mit, aber übersieht wieder Wichtiges)
vergisst sein Heft, Turnzeug, Aufgaben
überhört (schulische) Anweisungen
kontrolliert nicht genügend (z.B. abgeschriebene Wörter)
Stimmungsschwankungen
Reizoffenheit (springt auf alles Neue an)

Impulsivität
ADHS Symptome - Impulsivität (mangelnde Selbststeuerung)
sagt was es denkt (ohne jedoch die Situation zu bedenken, ist manchmal taktlos)
"Kaum gedacht, schon getan"
unterbricht andere oder platzt ins Gespräch / Spiel hinein
redet zu viel, beachtet dabei soziale Signale (z.B. ob es dem anderen zuviel wird) nicht
rennt ohne zu schauen über die Straße, begibt sich in gefährliche Situationen
drängelt sich vor, kann nicht abwarten
Jähzorn, Wutanfälle, heftige, plötzliche Gefühlsausbrüche,
Stimmungsschwankungen

Hyperaktivität
Zu den Kennzeichen kann eine motorische Überaktivität dazukommen.
Z.B.:
plötzlich einschießende Bewegungen (Kind schreibt, plötzlich grabscht es ausladend nach dem Radiergummi, dass die Umsitzenden sich erschrecken)
redet mit Händen und Füßen
"Hummeln im Hintern“

Sonstiges
-Weitere Kennzeichen von ADHS können sein:
- Einschlafschwierigkeiten
- Kaspern / Stören
- Lernstörungen und Schulschwierigkeiten
- geringe Frustrationstoleranz
- Ungeschicklichkeit
- Schwierigkeiten fremdgestellte Aufgaben zu tätigen
- krakelige Schrift, verbiegt Federn, bricht Bleistifte ab
- beeinträchtiges Selbstwertgefühl
-schlägt öfter über die Stränge, testet permanent die Grenzen aus
- soziale Beziehungsstörung
-Aggressivität
- Angeberei
- Überempfindlichkeit
- Entwicklungsverzögerung
-Distanzlosigkeit
-Stimmungsschwankungen
-hyperfokussieren (sich in eine Sache extrem hineinknien)

positive Eigenschaften
Leider fallen zumeist erst einmal die negativen Kennzeichen auf. Viele Kinder mit ADHS zeichnen sich aber ebenso wie Michel aus Lönneberga durch sehr positive Eigenschaften aus.
Die Kinder sind zum Beispiel oft:
-charmant
- ideenreich
- aufgeschlossen
- fröhlich
- hilfsbereit
- lustig
- kreativ
- fürsorglich
- aufgeweckt
- phantasievoll
- flexibel
- tierlieb
- empfindsam
- interessiert
- gutmütig
- ehrlich
- großherzig


Also alles wertvolle Eigenschaften, die die Gesellschaft bereichern können und vor allem Farbe in den Alltag bringen.
harry_lustig
 
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